probably the same
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Heute geht es mir wirklich gut. Morgen bin ich erstmal weg und das tut mir vielleicht ganz gut nach all der Aufregung. Meine Tante ist der festen Überzeugung, dass ich Ablenkung brauche und fährt mit mir nach Italien. Aber ich glaube, sie wartet auf etwas anderes, was ich nicht kontrollieren kann und sie auch nicht. Ich weiß nicht, was es ist, aber in ein paar Tagen werde ich 18. Heißt das irgendetwas? Wird es mir ein paar Antworten gebe ein Jahr älter geworden zu sein?
little miss sunshine am 16.7.10 12:54


Heute ist es windig. Ich liebe Wind. Irgendwer hat in irgendeinem Buch mal geschrieben, dass der Wind der Atem Gottes ist. Das gefällt mir. Er umspielt meine Haare, zerzaust sie. Manchmal wäre ich selbst gerne der Wind. Ich wäre überall auf der Welt, würde mal mild und erfrischend sein und im nächsten Moment wild und unberechenbar. So wie ich wollte. Ich wäre frei. Frei alles zu tun. Ich würde das Meer aufwirbeln, Blätter durch die Luft wehen, würde mit den Haaren eines Mädchens spielen. Ich habe das Gefühl, dass V. der Wind ist. Er ist mild, erfrischend, wild und unberechenbar. Er ist frei. Zumindest ermpfinde ich es so, wenn ich in seine Augen sehe. Das lässt er nur selten zu und ich frage mich, warum er das tut. Sie sind so wunderschön und einzigartig. Dunkel, beinahe schwarz, wie eine ölige Pfütze mit all den Reflektionen. Und sie glühen, wenn er es will. Und sie besitzen. Wenn er mich ansieht, will ich etwas, was ich eigentlich nicht mal annähernd gedacht hatte. Als würde er... Wie soll man das beschreiben? Mir fällt da ein Beispiel ein. Wir streiten uns. Er ist der Meinung, dass er Recht hätte und ich bin eindeutig dagegen. Und ich bin stur. Ich halte an meiner Meinung fest. Doch dann streift mich sein Blick und plötzlich will ich zu allem, was er sagt: "Ja, oh du hast ja so Recht" sagen, obwohl ich es eigentlich doch nicht will. Zwei Meinungen stoßen in meinem Kopf gegeneinander, doch seine ist stärker und es läuft darauf hinaus, dass ich es sage. Ich weiß nicht, wie er das macht oder ob ich es mir nur einbilde, ob ich ihn bereits so tief liebe, dass ich ihm in allem Recht gebe. Doch es geschieht ja nicht nur in Streitsituationen. Plötzlich sieht er mich an und ich will ihn küssen. Nicht, weil ich das aus mir heraus will, was ich eigentlich immer will, aber in diesen Momenten ist es wie ein Wille von außerhalb. Es ist... es ist
wie sein Wille.
little girl am 15.7.10 13:53


Where are those happy days, they seem so hard to find...

Manchmal sind sie einfach so rar gesät, dass ich keinen von ihnen erwischen kann: Diese Tage, an denen man wunschlos glücklich ist. Dieses kleinen, einfachen Dinge, die einen so unendlich glücklich machen. Seit meine Mutter nicht mehr da ist, erlebe ich sie nur so selten, dass ich mich frage, wie ich überhaupt lächeln kann. Ich war stark, ich habe meinem Vater geholfen, und meine Trauer habe ich vergessen. Ich weiß, dass das falsch war und das ich mich stückweise verloren habe. Er versteht einfach nicht, dass mir der Aufenthalt bei meiner Tante reichlich wenig bringt. Ich werde mich nicht finden. Nicht hier, wo ich immer mehr verloren gehe, an die Menschen, die mir wichtig sind und die sich immer wieder vor mir verschließen, wie ein Kind, dass man rauswirft, weil man es nicht mehr haben will. Dann öffnet man die Tür wieder und das Kind steht zitternd vor Kälte da. Man nimmt es in den Arm und entschuldigt sich. Und was ist das Resultat? Zehn Minuten später fängt alles wieder von vorne an. So kann man nicht glücklich werden. ICH kann so nicht glücklich werden. Der Abend ist jung. Was er noch bringen wird, weiß ich nicht. Vielleicht werde ich ein wenig rausgehen. Ein bisschen ans Meer. An den Platz, an dem wir uns immer getroffen haben. An den Platz, an dem ich seine Nähe spüren kann, auch wenn er so weit entfernt ist.
big girl am 14.7.10 20:28


Eigentlich möchte ich genau diejenige sein, die ich gerade bin, doch wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich zwar, dass ich jemand bin, aber ich sehe auch, dass ich nicht vollständig bin. Irgendetwas fehlt. Und es scheint mir so nah, als wäre es bereits in mir. V. scheint irgendetwas zu spüren und ein bisschen distanziert er sich auch. Ich merke es auch. Ich verändere mich. Und manchmal... Nein, ich kann das nicht sagen. Ich kann nicht. Ich muss. Manchmal habe ich den Wunsch ihn zu töten.
Nicht weil ich ihn leiden sehen will oder ihn nicht liebe. Es fühlt sich so an, als müsste es so sein. Ich will das nicht mehr fühlen. Es macht mich so krank.
freak am 13.7.10 17:02


C. ist mein bester Freund. Er weiß es nicht, aber es fühlt sich so an. Es ging schnell, fast hätte ich nicht bemerkt, wie er mir immer näher kam. Es hat sich so natürlich angefühlt mit ihm zusammen zu sein. So, als müsste es so sein. Er sieht es nicht gerne, dass V. so viel Zeit mit mir verbringt, doch damit muss er leben. Ich sehe in V.'s Augen, dass es auch ihm nicht gefällt, doch er weiß gleichzeitig, dass er mich nicht davon abhalten kann. Es ist nicht nur das. Ich glaube, er weiß etwas. Ich habe ohnehin das Gefühl, dass jeder mehr über mich und mein Leben weiß, als ich selbst. Und das macht mich traurig..
sommerkind am 12.7.10 19:44


Da warte ich auf die Sonne, monatelang, tagelang. Und der Schnee hat sich auf mein Herz gedrückt und die Sonne kam nicht und heute war sie so schrecklich präsent, dass ich es nicht ausgehalten habe. Er ist nicht da. L. sagt, er wäre in Prag. Was sollte er denn dort wollen? "Er muss etwas klären, was später wichtig sein könnte." Und was könnte später wichtig sein? L. redet mit mir, als wäre ich ein kleines Kind, das die Welt nicht versteht, doch ich kann es nicht ändern. Die Sonne kam, er ging und ich warte vergebens. Meine Träume werden von Tag zu Tag intesiver und das Gesicht des Mannes nimmt langsam Form an. Ich will es sehen und erkennen und gleichzeitig fürchte ich mich davor.
sonnenmädchen am 24.6.10 21:54


C. beobachtet mich. Er sieht mich neugierig an, als wäre ich etwas Besonderes. So ist es wohl, wenn man neu auf einer Schule ist. M. meinte, dass er auch noch nicht so lange hier wohnen würde und das er ziemlich beliebt ist. Ich habe ein wenig Angst vor seinem Blick. Es liegt etwas darin. Als würde er warten, herausfordernd. Manchmal denke ich, er könne in mich sehen. Außerdem ähnelt er mir in vielerlei Hinsicht. Äußerlich könnten wir mit einigen Ausnahmen Zwillinge sein. Irgendetwas muss da sein, das mich mit ihm verbindet.
maniac am 23.6.10 20:24


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