probably the same
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Und dann distanziert er sich wieder. Ein Sturm, ein Kuss, ein Nichts. Fort, vom Nebel verschluckt. Ich habe mir doch Mühe gegeben,
oder?
Ich habe gewartet, war ich selbst. Wer ist er und wo? Kann man sich einen solchen Abend einbilden? Kann ein Mensch mit so viel Leidenschaft gleichermaßen so kalt sein? Die Fragen umkreisen mich, wie ein Raubtier seine Beute und die Antworten bleiben im Nebel, wie er. Wie alles. Ich stehe hinter so vielen Geheimnissen und viele davon scheinen mich direkt zu betreffen, doch keiner hält es für nötig mich zu informieren. Meine graue Tante beobachtet mich. Sie denkt, ich würde es nicht bermerken, aber ich spüre ihre Blicke auf mir lasten. Ich wünschte, mein Vater wäre noch da. Bei meinen Albträumen hat er mir gesagt, sie würden verschwinden, wenn ich alt genug bin und sie verstehe. Meiner Tante scheint es recht zu sein, dass ich sie habe. Sie sieht aus, als würde sie warten. Der schwarze Mann aus meinem Traum, dessen Gesicht ich nicht erkennen kann, erscheint immer wieder. Und immer will ich ihn töten. Dann ist da noch ein anderer. Auch sein Gesicht ist verdeckt. Er sagt mir, ich solle es tun. Doch mein Herz sagt noch etwas anderes und jedes Mal tut es der andere. Nicht ich. Ich sehe nur zu und weine um einen Mann ohne Gesicht. Bedeutet das nicht etwas, wenn man immer wieder denselben Traum hat? Bin ich verrückt? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass meine Tante wartet. Und weiß. Sie weiß, während ich im dunklen tappe. Oh Gott, ich klinge, als wäre ich schizophren. Das alles ist so unglaublich, dass ich es selbst kaum glaube. Kann einem Menschen so viel in so kurzer Zeit passieren?
miss.geschick am 22.6.10 22:28


Sein Gesicht ist nass vom Regen und seine dunklen Haare kleben auf seinen Wangen. Er sieht unglaublich aus. Keine klassische Schönheit. Eher düster, verrucht und geheimnisvoll. Seine dunklen Augen glühen. Der Sturm peitscht den strömenden Regen in alle Richtungen und ich fröstele leicht. Er starrt mich an. Sein Blick lässt keinen Augenblick von mir ab, als könne etwas geschehen. Prüfend und irgendwie liebevoll. Das passt beinahe nicht in sein Gesicht, doch irgendwie macht es ihn noch viel attraktiver für mich. Unter seinem intensiven Blick werde ich so nervös, dass mir schlecht wird, doch ich versuche es mir nicht anmerken zu lassen. Er sieht es - das sehe ich in seinen Augen. Doch er schweigt. Er steht nur da und schweigt, während der Regen auf das Dach der Bushaltestelle trommelt, als wolle er hinein. Ich lache darüber, um meine Angst zu überspielen, doch er bleibt stumm, sieht mich prüfend an. Er steht da so ruhig und bewegungslos, als wäre er nicht echt, doch das leichte Heben und Senken seiner Brust zeigt mir, dass er lebendig ist und es ist erleichternd, dass er sich überhaupt bewegt, weil ich selbst Angst habe auch nur zu atmen, so elektrisiert kommt mir die Luft zwischen uns vor. "Das Meer ist unglaublich bei Sturm!" Es ist beinahe nur ein Murmeln, doch es ist gleichzeitig ein Wink mit dem Zaunpfahl. Ich kann das Meer selbst hier schmecken. Noch ehe ich nicken kann, zieht er mich hinaus in den Regen, der uns erbarmungslos begrüßt. Er hat nicht übertrieben. Der Himmel ist grau, beinahe schwarz und ich kann nicht erkennen wo er aufhört und das Meer beginnt. Die dunklen Wolken spiegeln sich auf dem Wasser. Große Wellen werden an den Strand gepeitscht, lecken an der Küste und ziehen sich zurück, um neuen Wellen Platz zu machen. Die Gischt peitscht in mein Gesicht und der Wind weht meine Haare auf. Der salzige Geschmack des Meeres liegt mir auf der Zunge, fast noch intesiver als sonst und das Rauschen der Wellen ist ohrenbetäubend. Er hält meine Hand und es wundert mich, dass er an einem einzigen Abend so viel von sich preisgibt, wie noch nie seit ich ihn kenne. Ich spüre, dass er mich näher an sich heranzieht, als könnten die Wellen mich mit sich ins Meer nehmen. Dann küsst er mich.
Abbie am 22.6.10 22:09


I know you suffered
But I don't want you to hide
It's cold and loveless
I won't let you be denied

Soothe me
I'll make you feel pure
Trust me
You can be sure

I want to reconcile the violence in your heart
I want to recognize your beauty is not just a mask
I want to exorcise the demons from your past
I want to satisfy the undisclosed desires in your heart

You trick your lovers that you're wicked and divine
You may be a sinner
But your innocence is mine

Please me
Show me how it's done
Tease me
You are the one

I want to reconcile the violence in your heart
I want to recognize your beauty is not just a mask
I want to exorcise the demons from your past
I want to satisfy the undisclosed desires in your heart

Please me
Show me how it's done
Trust me
You are the one

I want to reconcile the violence in your heart
I want to recognize your beauty is not just a mask
I want to exorcise the demons from your past
I want to satisfy the undisclosed desires in your heart
waitingforhim am 22.6.10 19:23


Das Wetter kann sich nicht entscheiden. Es ist ein bisschen wie du. Mal grau, betrübt und still und dann wieder hell, warm und laut. Es ist ein einziger Gegensatz. Fast so, wie du. Wenn ich nach draußen sehe, sehe ich den Himmel mit all seinen Farben. Gerade ist er weiß. Mit Grau. Und Blau. Er ist nicht nur eine Farbe. Er ist alle. Alles. Wie du. Ich weiß nicht genau, wohin ich gehen soll, um dich irgendwann zu treffen. Ich weiß nicht, welchen Weg du gegangen bist. Alles, was ich weiß ist, dass ich absolut keine Ahnung habe, was ich tun soll, wenn du nicht da bist. Bis ich dich gekannt habe, wusste ich nicht einmal annähernd, was Einsamkeit bedeutet. Jetzt weiß ich es und manchmal wünschte ich, dass ich es doch nicht weiß, um mir dann genau so schnell zu wünschen, dass ich es immer spüren kann. Das Leben kann sich nicht entscheiden. Mal heiter, himmelhochjauchzend und dann zu Tode betrübt und gerissen. Es ist wie du. Alles ist wie du. Und nichts. Wie kann ich dich greifen, wenn ich nicht weiß wie und wer du bist? Und wo?
sehnsuchtsträgerin am 15.5.10 17:08


Manchmal sitze ich einfach nur da und warte auf ein Zeichen von ihm. Ich weiß, dass es nicht kommen wird, dennoch warte ich darauf. Ich warte auf seine Stimme, auf seine Arme, auf seine Nähe. Doch er würde niemals einfach so vor der Tür stehen. Dafür ist er zu eigen. Dafür macht er viel zu viele Dinge, die man niemals verstehen wird. Dafür ist er viel zu sehr der Mann, den ich liebe. Mal ist er da und dann verschwindet dann wieder, taucht irgendwann wieder auf und lässt sich nichts anmerken. Ich würde gerne hinter seine Mauer kommen um es zu verstehen, um zu verstehen warum er alles so sorgsam versteck hält, was mit ihm zu tun hat, warum er kommt und geht, wie es ihm passt und warum er so sehr mit meinen Gefühlen spielt. Ich habe es nicht verdient. Ich versuche für ihn da zu sein und er bemerkt es nicht einmal, meided meinen Blick, meine Worte. Er ist so unnahbar. Er ist so weit weg, obwohl er so nah ist. Und er fehlt mir, obwohl er in meinen Armen liegt. Er kann sich nicht voll und ganz auf mich einlassen, das muss er nicht mal, aber kann er nicht die Geheimnisse von mir nehmen, die ich mit mir herumtrage, ohne sie zu kennen? Kann er nicht diese Mauer zerstören, die ihn umgibt? Dieses einzige große Geheimnis?
Manchmal sitze ich einfach nur da mit dem Wissen vergebens zu warten.
waitingforthesun am 10.5.10 18:22


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