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Und dann distanziert er sich wieder. Ein Sturm, ein Kuss, ein Nichts. Fort, vom Nebel verschluckt. Ich habe mir doch Mühe gegeben,
oder?
Ich habe gewartet, war ich selbst. Wer ist er und wo? Kann man sich einen solchen Abend einbilden? Kann ein Mensch mit so viel Leidenschaft gleichermaßen so kalt sein? Die Fragen umkreisen mich, wie ein Raubtier seine Beute und die Antworten bleiben im Nebel, wie er. Wie alles. Ich stehe hinter so vielen Geheimnissen und viele davon scheinen mich direkt zu betreffen, doch keiner hält es für nötig mich zu informieren. Meine graue Tante beobachtet mich. Sie denkt, ich würde es nicht bermerken, aber ich spüre ihre Blicke auf mir lasten. Ich wünschte, mein Vater wäre noch da. Bei meinen Albträumen hat er mir gesagt, sie würden verschwinden, wenn ich alt genug bin und sie verstehe. Meiner Tante scheint es recht zu sein, dass ich sie habe. Sie sieht aus, als würde sie warten. Der schwarze Mann aus meinem Traum, dessen Gesicht ich nicht erkennen kann, erscheint immer wieder. Und immer will ich ihn töten. Dann ist da noch ein anderer. Auch sein Gesicht ist verdeckt. Er sagt mir, ich solle es tun. Doch mein Herz sagt noch etwas anderes und jedes Mal tut es der andere. Nicht ich. Ich sehe nur zu und weine um einen Mann ohne Gesicht. Bedeutet das nicht etwas, wenn man immer wieder denselben Traum hat? Bin ich verrückt? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass meine Tante wartet. Und weiß. Sie weiß, während ich im dunklen tappe. Oh Gott, ich klinge, als wäre ich schizophren. Das alles ist so unglaublich, dass ich es selbst kaum glaube. Kann einem Menschen so viel in so kurzer Zeit passieren?
22.6.10 22:28
 


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